Hier möchte ich Ihnen in Schrift und Bild eine Geburt zeigen.

Viele Hündinnen werfen zwischen dem 58. und 63. Tag. Einige lassen sich auch bis zu 66 Tagen Zeit mit der Geburt.
Das eine Geburt bevor steht merkt man daran das: Die Hündin anfängt sich unwohl zu fühlen, wirkt ruhelos und sondert weißen Schleim ab.

Sie verspürt den Drang sich ständig zu entleeren und buddelt stark in ihrer Wurfkiste. Man bemerkt das sie anfängt verstärkt zu hecheln, dieses ist ein eindeutiges Zeichen das die Geburt einsetzt. Wenn die ersten Wehen einsetzten , die wie Wellen durch den Körper der Hündin gehen , dauert es meistens nicht mehr lange bis der Welpe da ist. Die Kleinen können mit dem Kopf voran oder aber auch in Steißlage, mit dem Po voran geboren werden. Beides ist normal.

Auf diesem Foto sehen Sie die Geburt eines Welpen mit dem Kopf voran. Auf dem Bild können Sie vorne gut das Maul mit der ausgestreckten Zunge, die kleine Nase, Augen und Ohren erkennen.


Nun ist der Welpe ganz geboren und befindet sich noch in der Fruchtblase.


Jetzt muss der Welpe von seiner Fruchtblase befreit und nachgeschaut werden, dass das Mäulchen des Welpen frei ist. Die Hündin nabelt den Welpen ab indem sie die Nachgeburt abbeißt. Wichtig ist in dem Moment zur Sicherheit den Welpen am Nabel fest zu halten. Die Nachgeburt wird von der Hündin gefressen welches für die Mutter auch sehr wichtig ist.


Um den Welpen ab zu nabeln kann man mit dem Fingernagel die Blutzufuhr unterbrechen. Manche Züchter nehmen hierfür auch eine Nabelklemme. Ich finde es allerdings einfacher es mit dem Fingernagel zu machen. Die Hände müssen natürlich vorher gründlich desinfiziert sein. Danach wird die Nachgeburt mit einer sterilen Schere bei einer Nabellänge von ca. 3-5 cm durch getrennt. Auch nach der Geburt sind die Welpen schon sehr agil und robben zum Gesäuge der Hündin. Da finde ich so eine Nabelklemme doch sehr störend für den Welpen.


Auf dem Foto sieht man die Geburt eines Welpen in Steißlage mit dem Po voran.
Hier kann es verstärkt dazu kommen, das Fruchtwasser in die Lunge gerät. Um das fest zu stellen hält man sich den Welpen ans Ohr und lauscht ob die Lunge frei ist. Hört man ein säuselndes Geräusch ist noch Wasser in der Lunge. Dann kann man sich den Welpen nehmen, am besten in einem Handtuch gewickelt, damit man den Kleinen sicher halten kann und schleudert ihn vorsichtig mit dem Kopf nach unten, so das das Wasser raus fließen kann. Oder man gibt ein wenig von den Rescue-Tropfen ins Mäulchen der Welpen.





Nun ist auch dieser Welpe geboren. Wichtig ist das die Welpen die ganze Zeit bei der Mutter sind, auch wenn die Geburt noch nicht abgeschlossen ist. Durch das Saugen und Trinken wird die Wehentätigkeit weiter angeregt und die Geburt geht schneller voran. Die Hündin würde sonst unruhig werden und ihre Welpen suchen. Auch ist die Körperwärme der Mutter wichtig da die Welpen ihre eigene Temperatur noch nicht selber halten können.




Natürlich kann es auch mal vorkommen das die Fruchtblase schon früher platzt. So ist die Geburt des Welpen natürlich schwieriger, da die Fruchblase sehr glatt ist und dadurch der Welpe leichter durch den Geburtskanal gleiten kann.
Bei Welpen die mit dem Kopf voran geboren werden ist es allerdings nicht so schlimm. Man sollte die Fruchtblase nicht öffnen solange der Welpe noch nicht ganz geboren wurde.
Besonders schwierig ist die Geburt in Steißlage wenn die Fruchtblase geplatzt ist so wie auf dem Foto. Die Wuchsrichtung der Haare des Welpen verläuft nun gegen den Strich und bremst das herauskommen des Welpen da das Fell sich so aufrichtet und es wie Schmirgelpapier wirkt.




Auch kann es sein das leere Fruchtblasen geboren werden. In dem Fall hat keine Befruchtung statt gefunden, oder der Embryo ist schon früh abgestorben.




So sieht eine leere Fruchtblase aus.



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