Da mir sehr daran gelegen ist, dass meine Welpen in liebevolle und verantwortungsbewusste Hände kommen, freue ich mich, wenn ich die zukünftigen Welpenfamilien schon früh kennen lernen darf. Meistens stehen die neuen Welpenfamilien schon fest bevor oder während einer meiner Hündinnen trächtig ist. Das ist auch deshalb optimal, weil sie sich dann selbst  bei ihrem Besuch  ein Bild vom alltäglichen Leben meiner Hunde machen können, Fragen stellen und auch den Charakter meiner Havis kennen lernen können.
Natürlich dürfen sie  die Welpen so oft sie möchten besuchen kommen.


Unsere Welpenaufzucht
Sehr viel Wert lege ich auf eine gute Sozialisierung meiner Welpen, deshalb gibt es bei uns auch kein Welpenzimmer. Die Kleinen wachsen in einem abgetrennten Bereich im Wohnzimmer auf, damit sie sich an alle Geräusche und Aktivitäten wie z.B. Staubsauger, Fernseher, Kinderspiele der Familie gewöhnen können.



Wenn die Welpen beaufsichtigt werden, dürfen sie sich frei in allen Räumen bewegen. Dann wird auch schon mit der Grunderziehung angefangen, indem man ihnen zeigt was sie dürfen und was nicht. Auch wird den Kleinen schon gezeigt das sie ihr Geschäftchen nach Möglichkeit im Garten verrichten sollen. Wenn es das Wetter zu lässt toben sich die Kleinen nach Herzenslust dort aus und werden auch schon an Geräusche wie z.B. dem Rasenmäher und Autos gewöhnt. Es werden dann verschiedene Spielgeräte aufgebaut und für verschiedene Bodenuntergründe gesorgt wie Erde, Steinplatten, Kieselsteine, raschelnde Untergründe, ein kleiner Holzsteg über dem sie balancieren können.

Wenn Sie hier auf die Bildchen klicken, können Sie sich kurze Videos anschauen.

       

Nachdem die Welpen geimpft sind werden kurze Autofahrten und Spaziergänge unternommen, damit sie sich auch in fremder Umgebung angstfrei bewegen.

Hier können Sie sich Videos von unseren Ausflügen anschauen.

     


Jetzt dürfen wir auch fremde Hunde ob große und kleine kennen lernen.

  

Wenn die Kleinen uns dann im Alter von 10 Wochen verlassen, sind sie mehrfach Entwurmt, Geimpft und gechippt. Außerdem wird von jedem Welpen auf Wunsch ein DNA-Profil erstellt. Kurz bevor der Welpe in sein neues zu Hause zieht wird er noch einmal einem Tierarzt vorgestellt und ein Gesundheitszeugnis ausgestellt.

Zu ihrer Grundausstattung gehört die Ahnentafel, der EU- Impfausweis, eine Mappe mit Kopien  der Untersuchungsergebnisse auf Erbkrankheiten der Mutterhündin, wann die Welpen entwurmt und geimpft wurden, Pflegeanleitung und vieles mehr. Außerdem bekommen sie das gewohnte Hundefutter, Halsband, Hundeleine und eine DVD mit Fotos und Videos.

Natürlich erhalten die neuen Familien wöchentlich Fotos von ihren kleinen Lieblingen, damit sie von Anfang an die Entwicklung ihres Hundes miterleben können.

Auch wenn die Kleinen in ihre neuen Familien gezogen sind bin ich gern für Fragen oder bei Problemen für sie da. Ein ganzes Hundeleben lang.


Tipps zum Kauf eines Havanesers:

Bitte kaufen Sie Ihren Welpen bei einem seriösen Züchter. Dies ist die beste Voraussetzung, dass Ihr neues Familienmitglied ein gesundes und langes Hundeleben vor sich hat.

Eine gewissenhafte Welpenaufzucht ist das „A“ und „O“ für die Vitalität, die Lebensdauer und den Charakter eines Welpen. In den ersten Phasen nach der Geburt wird ein Welpe für sein späteres Leben geprägt. Bei einem verantwortungsvollen Züchter können Sie sicher mehrere Generationen, zumindest aber die Mutter Ihres Welpen sehen.

Es ist besonders wichtig, dass die Welpen ungefähr 8 Wochen von der Mutterhündin gesäugt werden. Eine enge Mutter-Welpen Beziehung ist sehr wichtig für die spätere Entwicklung der jungen Hundekinder.

Ein ordentlicher Züchter wird seine Welpen nie vor der 10. Lebenswoche abgeben. Dies ist besonders wichtig. Im Alter von 8 Wochen erhalten die Welpen ihre Grundimmunisierung. Danach müssen die Welpen unbedingt noch ca. 10 Tage beim Züchter bleiben, um eventuelle Impfreaktionen auszuschließen, und sicherzustellen, dass sich ein Impfschutz aufgebaut hat. Die Nachimpfung erfolgt dann im Alter von ca. 12 Wochen, wenn der Welpe sich in seinem neuen Zuhause schon recht gut eingewöhnt hat.

Es ist auch von großer Bedeutung, dass die Welpen und ihre Elterntiere vollen Familienanschluss haben, das heißt, dass sie voll in der Familie des Züchters integriert sein müssen.

Versäumnisse dieser Art sind später kaum wieder gut zumachen. Achten sie also darauf, dass alle Welpen aufgeschlossen und munter sind. Ein Havaneserwelpe darf niemals ängstlich oder gar scheu sein.

Kaufen Sie niemals einen Welpen bei einem Händler oder Massenzüchter. Sie können nie sicher sein, ob das Tier geimpft und entwurmt ist. Diese Welpen werden meist in viel zu frühem Alter von der Mutter getrennt und leiden dadurch sehr.

Außerdem trifft in solchen „Sammelstellen“ ständig eine große Zahl von Hunden zusammen, sodass ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.


Wie gehe ich in den ersten Wochen mit dem neuen Familienmitglied um?

Ein paar kleine Tipps:

Zwischen der 10. und 12. Woche tritt der neue Halter in das Leben des Welpen. Der Tag, an dem ein Welpe von seinen Wurfgeschwistern und von seiner Mutter getrennt wird, bedeutet für das Hundebaby einen regelrechten Schock. Alles was ihm vertraut war, ist von einem Moment auf den anderen verschwunden. Alles ist neu und ungewohnt. Nun kommen sehr ereignisreiche Tage auf den Welpen und auch auf den neuen Besitzer zu. Schön wäre es, wenn Sie sich für die Eingewöhnungsphase Ihres neuen Familienmitgliedes 2- 3 Wochen Urlaub nehmen könnten, damit er sich an seine neue Familie und die neue Umgebung bestmöglich gewöhnen kann. Die veränderte Lebenssituation führt beim Welpen zu einer großen Verunsicherung und die wichtigste Aufgabe des neuen Besitzers ist, ihm wieder Vertrauen zu vermitteln. Der Zwerg braucht Liebe und Geborgenheit, um sich zu einem selbstbewussten Vierbeiner zu entwickeln. Und er braucht Ihre Zeit, viel Zeit. Der Havaneser ist am Liebsten 24 Stunden am Tag mit seinem Herrchen oder Frauchen zusammen.


In der ersten Woche in seinem neuen Zuhause lassen Sie Ihren Wonneproppen sich erst einmal in Ruhe eingewöhnen.


Jeder Hund braucht sein eigenes Plätzchen und eine Rückzugsmöglichkeit, die ihm allein gehört. Das Hundekörbchen sollte an einer zugfreien Stelle stehen, weg von dem Alltagsstress und doch an einer Stelle, von der er alles übersehen kann. Wenn er sich dorthin zurückgezogen hat sollte man ihm dann auch seine Ruhe gönnen. Bestrafen Sie den Hund nicht, wenn er mal etwas verbrochen hat, indem Sie ihn in sein Körbchen schicken. Der Ruheplatz ist keine "Strafecke".


Machen Sie in der ersten Zeit keine ausgedehnten Spaziergänge mit Ihrem Jung- Havi.
Ein kurzer Ausflug in den Garten reicht völlig aus. Jeder noch so kleine Spaziergang ist ein wahres Feuerwerk vielfältigster Reize, die ein junger Hund erst einmal verarbeiten muss.
10 Minuten mehrmals täglich sind genug! Die meisten Welpen weigern sich, die ihnen bekannte Umgebung zu verlassen. Nehmen Sie den Welpen dann auf den Arm und tragen Sie ihn das erste Stück. Dann wird der Welpe Ihnen folgen, so lange er körperlich kann. Setzt er sich hin ist er eigentlich schon überfordert und müde! Machen Sie an für den Hund interessante Stellen Pause, setzen Sie sich wenn sie mögen und bieten Sie Ihrem Zwerg Körperkontakt und Sicherheit. Geben Sie ihm Zeit, alle Objekte zu beobachten, die sein Interesse erregen und lassen Sie ihn die nähere Umgebung dort wenn möglich selbst erkunden. Aber übertreiben Sie dabei auch nicht. Steigern Sie die Belastung für Ihr Havikind ganz, ganz langsam. Beobachten Sie ihren Welpen genau. Belastungssituationen lassen sich am Verhalten erkennen, wie z.B. Schnauze lecken, gähnen, kratzen usw. können Zeichen sein, das der Welpe überfordert ist. Da nun aber gleichzeitig die Sozialisierung ansteht und man dem Welpen seine Umwelt zeigen muss, ist das immer eine Gratwanderung. Sie können auch den Welpen einen Teil des Weges tragen, aber übertreiben Sie diese Vorsicht bitte nicht. Vor allem dann nicht, wenn Ihr Zwerg auf andere Hunde trifft (sie sollten allerdings umgänglich und freundlich zu Ihrem Welpen sein).
Gerade übervorsichtige, ängstliche Menschen fördern bei ihrem Hund sonst leicht Angst und Isolation, die Höchststrafe für Gesellschaftstiere. Oder Sie erziehen den Hund durch das Hochnehmen zur unkontrollierten Angeberei, die sich später zur Angstbeißerei auswachsen kann. Man sollte nun unbedingt für ausreichenden Kontakt mit fremden Hunden sorgen. Hierfür würde sich eine Welpengruppe in einer Hundeschule anbieten.


Das frischgebackene Familienmitglied muss die Umgangsformen auch im Menschenrudel lernen. Der Schwerpunkt dieses Entwicklungsstadiums liegt auf dem spielerischen Lernen. Es werden jedoch auch schon die ersten Tabus gesetzt, wobei der Havaneser seiner Familie stets gefallen möchte und deshalb leicht zu erziehen ist. Aber oft steht das Hundekind in seiner neuen Familie im Mittelpunkt und bekommt die ganze Aufmerksamkeit. Es gibt Futter und Zuwendung im Überfluss. Der Welpe bekommt alles was er will, wann er will. Und er darf auch oft machen, was er will, denn für die Erziehung ist er angeblich noch viel zu klein. Doch er lernt schon jetzt, nur nicht das was wir gerne hätten. Durch die bevorzugte Behandlung bekommt der Welpe einen falschen Eindruck und denkt das er der Boss in der Familie sei. Welpen lernen sehr schnell wie sie ihren Besitzer um die Pfoten wickeln können. Natürlich fällt es schwer, dem knuddeligen Havibaby einen Wunsch abzuschlagen. Denn wer denkt beim Anblick eines fröhlich daher tapsenden Welpen schon an Verbote, Regeln und Erziehung?

Und dennoch sollte man es tun: Die Erziehung der Welpen beginnt sofort an dem Tag, an dem er in unser Leben tritt. Welpenerziehung besteht überwiegend aus Gewähren und Versagen und einem wohlüberlegten Hinlenken auf das erwünschte Verhalten. Es ist von Vorteil, dem neuen Familienmitglied bestimmte Grenzen aufzuweisen und mit Konsequenz auf ihre Einhaltung zu bestehen. Lässt man den Kleinen zu viel durchgehen, kann man nicht erwarten, dass er sich als Erwachsener Hund tadellos benimmt und auf das kleinst Kommando hört.


Lerneffekte sind nun besonders wichtig. Sie sparen sich später viel Arbeit und Ärger, wenn Sie schon beim ersten Mal wenn der Knirps etwas tut, ihm sehr deutlich zeigen, ob dieses Verhalten erwünscht ist oder nicht. Je klarer und sicherer die erste Reaktion ist, desto besser akzeptiert der Hund sie. Stimmlich sollten Sie von hoch und freundlich auf tief grollend umschalten können. Tut er etwas das Ihnen gefällt, loben Sie ihn sofort enthusiastisch, streicheln Sie ihn, geben Sie ihm ein Leckerchen oder spielen Sie kurz mit ihm. Zeigen Sie ihm deutlich das dieses Verhalten super toll war. Der erste Versuch eines Hundes ist immer ein kritischer Moment. Er merkt sich beim ersten Mal besser ob sein Verhalten gut oder schlecht war. Das gilt besonders für unerwünschtes Verhalten. Ersticken Sie es bereits im Keim mit einem scharf gesprochenem nein. Hat sich ein unerwünschtes Verhalten erst einmal eingeschlichen, machen spätere Ermahnungen viel weniger Eindruck, als wenn man sofort eingeschritten wäre. Die Korrektur wird später immer schwieriger.


Erziehungstipps zur Stubenreinheit:

Schon in ihrer Kinderstube beim Züchter sollten die Welpen auf bestimmte Bodenbelege, wie z.B. Wiese oder Zeitung vorgeprägt sein. Das Hundebaby muss ungefähr alle 2 Stunden hinaus, außerdem muss es nach dem Fressen, nach dem Spielen, nach jedem Schläfchen und wenn es mal kurz alleine war. Weiterhin regt jede Erregung, Freude genauso wie Angst, bei jungen Hunden die Ausscheidung an. Wenn der Welpe unruhig wird, suchend und schnüffelnd herumläuft, sich in kleinen Kreisen dreht, dann sollte man ganz schnell reagieren und mit dem Welpen nach draußen gehen, ihn notfalls tragen. Führen sie ihn draußen immer an den gleichen Platz und animieren Sie ihn mit einem "Zauberwort" z.B. mach Pipi, sein Geschäft zu erledigen. Warten Sie geduldig ab. Wenn er dann macht loben Sie ihn überschwänglich, am Besten in dem Moment sobald er sich zu lösen beginnt, nicht erst, wenn er damit fertig ist.
Wenn jedoch bereits ein Missgeschick passiert ist, ignorieren Sie das einfach. Werden Sie nicht handgreiflich oder beschimpfen Sie nicht Ihren Hund, sondern ärgern Sie sich über sich selbst. Sie sind schuld, Sie waren nicht aufmerksam genug. Jeder einzelne Misserfolg ist ein Schritt in die falsche Richtung. Der Havaneserwelpe ist frühestens im Alter von 4-5 Monaten so weit, dass er Blase und Darm wirklich beherrschen kann. Havis sind in dieser Beziehung oft Spätzünder und es ist keine Seltenheit das sie erst mit 7-12 Monaten zuverlässig stubenrein sind.
Verwenden Sie zur Beseitigung des Malheurs heißes Wasser und einen biologischen Geruchskiller, damit der Geruch den Welpen nicht erneut anlocken kann. Wenn Sie den Welpen mal nicht im Auge behalten können, z.B. nachts, ist es erfahrungsgemäß gut, den Kleinen neben Ihrem Bett einen abgetrennten Bereich mit einem Körbchen zu schaffen. Seinen Schlafplatz wird er keinesfalls beschmutzen. Er wird sich dann melden, indem er unruhig wird oder winselt. Nehmen Sie ihn dann heraus und setzen ihn an die Stelle wo er sein Geschäft verrichten darf.
Ausschimpfen (wobei ein scharfes Nein oder Pfui genügt) dürfen Sie ihren Welpen nur, wenn Sie ihn wirklich auf frischer Tat ertappen, also wenn sich sein Heck gerade absenkt. Tragen Sie Ihren Welpen auch in diesem Fall schnellstens an seinen Toilettenplatz.


Spielerisch lernen:

Gemeinsame Spiele sind nun sehr wichtig für die Erziehung des Welpen. Dabei dient das Spielen nicht nur dem Vergnügen und der Beschäftigung des Hundes. Gemeinsames Spiel sorgt für das seelische Gleichgewicht des Welpen und vermittelt ihm Vertrautheit und Sicherheit. Es fördert nicht nur die soziale Bindung zwischen Mensch und Hund sondern hat auch einen wesentlichen Anteil an der Erziehung des Welpen. Spielen festigt unsere Autorität und fördert die Bereitschaft des Hundes gehorsam zu sein. Ihr Welpe sollte denken: "Ein tolles Spiel, das möchte ich lernen!" Spielen ist lernen fürs Leben. Indem wir uns immer wieder neue Spiele ausdenken, bringen wir Abwechselung in das Leben unseres Welpen und verdeutlichen ihm gleichzeitig unsere mentale Überlegenheit. Ausgiebiges Spielen sorgt für die Auslastung unseres wilden Welpen. Spielen fördert seine Kreativität sowie die Konzentrations- und Lernfähigkeit seines Gehirns. Beschäftigung gibt Selbstvertrauen. Und später sorgt das anschließende Spiel für Auflockerung nach anstrengenden Übungen.


Falls sie Interesse haben sich mit anderen Havaneser- Besitzern auszutauschen dann schauen sie doch einfach mal im Haviforum vorbei.




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